Tipps vom PaderHop!

„Lindy Hop ist nichts für Feiglinge!“ …
so oder so ähnlich klingt oft der Tenor, wenn sich PaderHopper oder wahrscheinlich auch anderswo TänzerInnen unterhalten.

Und es stimmt irgendwie auch. Es braucht Mut
– auf die Tanzfläche zu gehen, sich den Blicken der anderen Preis zu geben und Fehler zu machen.
– sich selbst einzugestehen, dass man nie perfekt sein wird.
– Menschen zum Tanzen aufzufordern, die man gar nicht kennt oder die vielleicht den Eindruck erwecken, „besser zu sein“ als man selbst.

Aber das Tolle ist doch
– aus „Fehlern“ sind oft schon coole neue Moves entstanden und außerdem ist es meist eine Frage der Interpretation, ob es sich um Fehler oder Überraschungen handelt,
– wenn es immer noch was zu lernen gibt, wird es nie langweilig,
– aus „Fremden“ sind oft Freunde geworden.

Also eigentlich doch nur der ganz normale Wahnsinn, oder?

Es gibt eigentlich nur einen Fehler, den man machen kann:
vergessen, dass man eine Verantwortung hat für die Personen, mit denen man gerade tanzt. (Personen deshalb, weil es sich doch eigentlich im Saal um EINE Tanzgesellschaft handelt.)

Was das im Detail bedeutet, werden wir hier bald weiter vertiefen.

 

Swingout
Hierfür haben wir uns einen eigenen Link gegönnt: Swingout

 

Musikalität-
„Warum höre ich den Bounce nicht?“ ;-(

Ja, das kann verschiedene Gründe haben. Vielleicht hat das Stück keinen Bounce, schwingt einfach nicht!

Oft ist es aber so, dass Gehör und Körper zu wenig Chancen bekommen, sich unbefangen auf den Sound einzulassen. Deshalb haben wir’s mal á la Ella versucht:
Scatgesang ist ein wunderbares Mittel, sich frei zu machen von Perfektionismus und Schrittfolgen, sich einmal wirklich von der Musik inspirieren zu lassen und sogar Lead and Follow zu üben.

Das kannst du machen:

1. Schau dir Ella-Videos an oder höre Scatgesang von ihr oder anderen (Cab Calloway, Ori Dagan, Doudou Swing…)
2. und vor allem scatte, tanze und singe mit, so oft und so viel du kannst.
3. sich zwischendurch immer mal wieder das Mantra „Rock Step Tripple Step“ ins Gedächtnis zu rufen, übt auch ungemein.

 

Lead and Follow –
Eine gute Bodenhaftung und trotzdem leicht,
guter Kontakt zum Partner und trotzdem individuell und frei?

1. Beide können darauf achten mit flachem Fuß (Bouncestile # Ballerinastile), gebeugten Knien und trotzdem aufrecht zu tanzen.
2. Folgen mit allen Sinnen: das wichtigste ist der Kontakt zum Oberarm des Leaders und zu dessen Hand auf dem Rücken.
3. Führen mit dem ganzen Körper, kein Ziehen oder Stupsen. Geführt wird nicht aus dem Handgelenk sondern über den gespannten Bogen im Arm. Denk einfach daran, dein Follower ist bestrebt, deiner Hand auf dem Rücken zu folgen. Wo du hingehst, geht dein Follower fast automatisch auch hin. 🙂

Unsere Tänzer sind sich jedenfalls in einem einig: Auf der Tanzfläche ist weniger oft mehr. Ein erfüllter, schmerzfreier Tanz entsteht, wenn beide sich mit ihrem Partner/ ihrer Partnerin sicher fühlen!

Und für die Fortgeschrittenen:

Not leading – leading nothing?